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Irland erkunden, von der Westküste bis zur Ostküste


Cliffs of MoherDer Beitrag hier ist zwar ein wenig Off-Topic aber ich möchte einfach meine Erfahrungen mit Euch teilen. Bei meiner Rundreise durch die grüne Insel habe ich mich wirklich in das Land und in die Leute verliebt. Da ich aber ungelogen Seitenweise über meine Irlandreise schreiben könnte werde ich das ganze etwas aufsplitten. In diesem Beitrag hier steht die Insel an sich im Fokus mit Sehenswürdigkeiten die man auf keinen Fall verpassen darf, Orte bei denen es sich lohnt sie zu erkunden, Orte die man sich vielleicht sparen könnte und Restaurants und Pubs in den jeweiligen Orten die sich gut für eine Stärkung anbieten. Wir hatten übrigens das Glück, dass wir während der Heat-Wave in Irland waren. Ergo hatten wir nicht einen Tag Regen sondern stattdessen 9 Tage Sonnenschein und 25°C aufwärts. Das war zwar echt hilfreich weil wir so viele tolle Ausflüge bei Sonnenschein machen konnten, aber ich muss ja ehrlich zugeben das ich insgeheim gehofft hatte wenigstens einen typisch irisch verregneten Tag zu erleben. Aber das ist wirklich schon meckern auf höchstem Niveau.

SconeLos ging unsere Reise in einem kleinen, süßen Surferdorf namens Lahinch an der Westküste. Lahinch bietet sich für alle die einen Mietwagen haben optimal an, um von dort aus zu den Cliffs of Moher oder auch zu den Doolin Caves aufzubrechen. Und abends wenn man von seinem Tagesausflug zurück kommt kann man sich je nach Wetter entweder gemütlich an den Strand setzten oder aber man zieht sich in einen der vielen Pubs zurück und genießt irisches Bier und gutes Essen bei Live Musik.
Die Cliffs of Moher sind nicht nur ein Must-See Ort in Irland sondern ein absolutes Highlight meiner Irland Reise. -Hier wurde übrigens schon für „Harry Potter und der Halbblut Prinz“ gedreht-. Mein Tipp für die Klippen: südlich von den Cliffs of Moher gibt es einen Parkplatz, von dort aus kann man wunderbar an den Klippen entlang wandern. Der Vorteil wenn man im Süden startet liegt vor allem darin, dass man deutlich weniger Touristen um sich hat. Die warten dann schon in Massen am Tourist Center, welches sich perfekt für eine Pause vor dem Rückweg anbietet. Im Tourist Center hat man auch die Möglichkeit eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen. Wer einen typisch irischen Snack für zwischendurch möchte, der sollte unbedingt einen Scone probieren. Wer anschließend noch Energie übrig hat oder Lust auf eine Abkühlung hat, der kann sich die Doolin Caves ansehen. Hier gibt es eine informative Führung durch die verwinkelte Höhle und man kann außerdem einen Blick auf den mehr als sieben Meter langen Stalagtit werfen.

Muckross AbbeyWeiter ging es von Lahinch nach Killarney direkt am Killarney National Park und in der Nähe der Gap of Dunloe. Eine malerische Landschaft mit vielen Sehenswürdigkeiten und einem See, der zu einer erfrischenden Abkühlung einlädt. Dazu eine Stadt mit etlichen Pubs und Restaurants, die man am liebsten alle testen würde -was in zwei Tagen dann aber doch etwas schwierig ist-. Wir haben die Zeit in Killarney genutzt um mit dem Fahrrad den Nationalpark zu erkunden. Hier gibt es einiges zu sehen: Muckross House, Muckross Abbey, Torc Wasserfall oder auch Ross Castle. Bei einer gemütlichen Radtour um den See kann man alle diese Orte auf angenehme Weise besuchen. Zwar kann man die Tour auch zu Fuß bewältigen, allerdings würde ich das wirklich nur Wanderfans empfehlen, da sich die Strecke zu Fuß doch ordentlich in die Länge zieht. Killarney National ParkAbends ging es dann in einen süßen kleinen Pub namens Tatler Jack. Hier habe ich einen wirklich guten Cheeseburger gegessen. Simpel, aber unglaublich gut und mit irischem Chedar. Das war genau die richtige Belohnung nach der ganzen Radfahrerei. Wer auf der Suche nach einem wirklich guten Eis in Killarney ist, der kommt nicht an Murphys vorbei. Neben den klassischen Sorten gibt es hier bspw. auch Sorten wie Meersalz, die überraschend gut schmecken. Mit dem Auto kann man von Killarney aus weiter zur Gap of Dunloe fahren. Hier kann man entweder durch die wunderschöne Landschaft wandern, sich eine Fahrt in einer Kutsche gönnen oder man fährt mit dem Auto durch die Schlucht und hält immer mal wieder an um sich alles anzusehen.

St Fin Barres CathedralUnsere Reise ging dann weiter nach Cork mit einem Zwischenstopp am Blarney Castle. Hier kann man sich für 18€ die Gärten sowie das Blarney Castle selbst ansehen. Wer  hierher kommt, der kommt definitiv nicht daran vorbei den Blarney Stone zu küssen. Wer das tut,  erhält angeblich das Geschenk der Sprachgewandtheit. Meiner Meinung nach ist Blarney Castle allerdings etwas überbewertet. Hoher Eintritt, eine Stunde Wartezeit um einen Stein zu küssen und wenig bis kaum Informationen zur Geschichte der Burg fand ich doch etwas enttäuschend. Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir stattdessen lieber das Blackrock Castel angesehen. Naja..dann eben beim nächsten Mal. Weiter ging es also nach Cork. Hier gehört die St. Fin Barre’s Cathedral zu einer der Sehenswürdigkeiten die man sich nicht entgehen lassen darf. Außerdem kann man im Cork Public Museum viel über die Geschichte von Cork und auch von Irland erfahren. English MarketDefinitiv mein Highlight in Cork war aber der English Market direkt im Herzen der Stadt. Wer über längere Zeit in Cork bleibt und das vielleicht sogar in einem Apartment, der kann sich auf dem English Market mit wirklich allem was das Herz begehrt eindecken. Von Brot, Käse und Fleisch über Linsen, Gewürze bis hin zu frischem Fisch. Es gibt wirklich nichts, was man nicht auf dem Markt kaufen kann. Wer in Cork auf der Suche nach einem guten full irish breakfast ist, dem kann ich sowohl das Cafe Spresso als auch das The Linen Weaver empfehlen. Beide bieten übrigens auch vegetarische Alternativen an. Wer in Cork abends gut etwas essen möchte dem kann ich das Restaurant 14A absolut empfehlen. Hier gibt es u.a. Touristen Menüs, dass heißt für 20€ bekommt man 3 Gänge wobei man bei jedem Gang aus einer kleinen Auswahl wählen kann. So kann sich jeder sein optimales Menü zusammenstellen. Danach ist man wirklich pappsatt.

Rock of CashelWirklich empfehlenswert auf dem Weg nach Glendalough ist ein Stopp am Rock of Cashel. Hier kann man den ehemaligen Sitz von Königen sowie die Ruine einer ehemaligen Kapelle bewundern. Die Führung über das Gelände wirklich informativ und lohnt sich definitiv, allerdings sind gute Englischkenntnisse hilfreich, da es keine Führung auf deutsch gibt. Der Rock of Cashel ist wirklich einen Besuch wert und zählt für mich zu den Highlights meiner Irlandreise. Doch auch das nicht weit entfernte Glendalough, welches idyllisch zwischen den Wicklow Mountain liegt, muss man unbedingt gesehen haben. Für Glendalough empfiehlt es sich übrigens wunderbar ein B&B zu buchen. So kann man sich mit den Locals über die besten Wanderrouten austauschen oder den ein oder anderen Insider Tipp ergattern. Glendalough ist ein Paradies für alle Wander-Fans. Und auch Fans von „P.S. Ich Liebe Dich“ werden hier auf ihre Kosten kommen, denn genau hier in Glendalough wurde für den Film gedreht.Glendalough
Wer hoch hinaus möchte, der kann hier die weiße Route wandern, diese ist 9 Kilometer lang und führt über 380m den Berg hinauf. Hier kommt man nicht nur an einem tollen Wasserfall vorbei, man kann auch den unglaublichen Ausblick auf den See genießen. Wem das zu lang oder auch zu kurz ist, der kann sich sicherlich mit einem der anderen 8 Wanderwege anfreunden. Eine gute Stärkung nach der Wanderung kann man im Wicklow Heather genießen, das Restaurant wurde mir von Marie -der Inhaberin des B&B in dem wir geschlafen haben- empfohlen. Hier gibt es alles von Fleisch über Fisch bis hin zu leckerer Pasta und kostenlos dazu gibt es einen wirklich hervorragenden Service. Das Restaurant kann ich jedem nur weiterempfehlen. Übrigens auch wer in Dublin unterwegs ist und keinen Mietwagen hat, kann in den Wicklow Mountains wandern gehen. Es gibt nämlich gute Busverbindungen von Dublin nach Glendalough, sodass man in nur 1,5 Stunden die Großstadt hinter sich lassen kann. Allerdings sollte man sich Glendalough im besten Fall unter der Woche ansehen! Samstags und sonntags ist es dort nämlich unfassbar überfüllt, sodass manchmal sogar die Straßen von der Polizei gesperrt werden müssen weil nichts mehr geht.

Jameson DestilleryNach der Idylle in Glendalough ist Dublin genau das Richtige für Abwechslung. In der Stadt ist immer etwas los und es gibt etliche Möglichkeiten die Stadt zu erkunden. Das lässt sich sogar ohne die öffentlichen Verkehrsmittel gut machen, da man nahezu alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen kann. Was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte ist ein Besuch in der Jameson Destillery! Hier kann man entweder an der Bar einen kalten Whiskey oder einen Whiskey Cocktail genießen oder aber man bekommt für 20€ eine Führung inklusive aller Details zur Herstellung, zur Geschichte sowie einem Tasting von drei verschiedenen Whiskeys und einem Glas Jameson Whiskey on the Rocks -alternativ wird für diejenigen, die nicht so gerne Whiskey trinken gibt es einen Longdrink bestehend aus Whiskey, Ginger Ale und Limette. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten in Dublin sind das Guiness Storehouse, die Christ Church, das Dublin Castle, Kilmainham Gaol und Temple Bar. Was mich an Dublin besonders begeistert hat sind die ganzen kleinen Cafes, Pubs und Restaurants. Ein besonderes Highlight ist übrigens The Church, eine ehemalige Kirche die zu einem Restaurant/ Bar umfunktioniert wurde.

DublinAlles in allem hat mich Irland wirklich verzaubert. Es gibt so viele tolle und schöne Ecken und die Menschen sind einfach unglaublich nett. Das war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich in Irland war. Immerhin muss ich noch den Norden und den Süden ausgiebig erkunden. Und außerdem muss ich unbedingt ein traditionelles Irish Stew probieren. Da wir kontinuierlich Sonnenschein und Hitze hatten, war es mir schlichtweg zu warm um ein Stew zu essen. Das wird dann beim nächsten Besuch bei -hoffentlich- typisch irischem Wetter nachgeholt. Mein Tipp an Euch: nehmt Euch die Zeit und erkundet die Insel richtig, nicht nur die typischen Touristen Hotspots sondern auch kleinere Ecken.


 

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